Nach einer ersten Rast bei Laimburg an der Brennerautobahn ging es weiter bei herrlichstem Wetter, vorbei an Verona, durch die Poebene, Modena wurde passiert, bei Bologna bog die Gruppe ab in den Appennin hinein. Dort, bei Roncobilaggio wurde zum zweiten Mal gerastet, dann ging es in einem Zug bis an den Trasimener See.
Eine tolle Ferienanlage erwartete uns dort, wir waren in geräumigen und sauberen Appartements untergebracht, je 5 Schülerinnen in einer Wohnung. Ein Swimmingpool war auch vorhanden, der natürlich, es war ja bestes Wetter, ausgiebig, selbst um Mitternacht, genutzt wurde.
Der Sonntag Vormittag war frei, zum Ausruhen und Eingewöhnen gedacht, dann ging es gleich am Nachmittag nach Perugia, der Hauptstadt Umbriens. Eine wunderschöne Altstadt erwartete uns, mit der berühmten Fonte Maggiore, dem mittelalterlichen Rathaus, dem gotischen Dom.
Ein mehr oder weniger anstrengender Marsch an der Stadtmauer hinauf zur ältesten Kirche Perugias, San Michele Arcangelo, beendete das offizielle Programm, dann durften die Schülerinnen bummeln gehen.
Auf der Heimfahrt wurde in einem Supermarkt, Gott sei Dank sind in Italien auch am Sonntag diese Märkte offen, kräftig eingekauft. Man glaubt gar nicht, welche Berge unsere Schülerinnen da aus dem Laden angeschleppt haben!
Am nächsten Tag wurde Montepulciano in der östlichen Toskana besucht, berühmt durch den guten Wein, ein kleines typischen toskanisches Städchen auf einem Hügelrücken gelegen.
Bei schönstem Wetter fuhr die Gruppe danach nach Pienza, der Geburtsstadt Papst Pius III.,
danach wurde noch der Abtei Monte Olivieto Maggiore mit den tollen Fresken über den heiligen Benedikt im Kreuzgang ein Besuch abgestattet, dann fuhr man zurück, über Castiglione del Lago in die Unterkunft.
Der Dienstag war Assisi gewidmet, der Stadt, aus der der heilige Franziskus stammt. Dort beeindruckte die Gruppe die mit den berühmten und wieder restaurierten Fresken ausgestattete Franszikuskirche mit Krypta, Unter- und Oberkirche aufs Tiefste.
Das Klarissenkloster wurde ebenfalls aufgesucht, dabei war der Minervatempel neben dem Rathaus zu bewundern.
Nach einer Zeit des Bummelns fuhr man über Santa Maria degli Angeli ins Quartier zurück, um sich auf den Abend vorzubereiten.
Die Mädchen hatten nämlich Frau Geuder und Herrn Spanaus das Versprechen herausgelockt, am Abend einen Diskobesuch in Perugia zu gestatten. Während unsere Mädchen also Perugia unsicher machten, stärkte sich die Begleitmannschaft, Herr und Frau Weindl und die Lehrer für die Nacht in einem kleinen Lokal in Perugia.
Für 1.00 Uhr in der Frühe war Treffen angesagt, was durch einen zu dieser Zeit einsetzenden Regenguss mit Gewitter beschleunigt wurde. Pünktlich waren alle da und es konnte nach Hause gehen.
Der nächste Tag wurde etwas später angefangen, es ging nach Siena. Dort erwartete die Mädchen der zweite Höhepunkt der Fahrt, der Dom mit seinem berühmten Fussboden
und der Campo Santo mit dem berühmten Torre del Mangio.
Natürlich kam man nicht um San Domenico herum,
und manchen erschien der Fußmarsch ein wenig anstrengend, aber das Flair und der Charme Sienas, unterstützt vom guten Wetter, machten alles wieder wett.
Ein tolles Erlebnis für alle!
Am Donnerstag wurde Orvieto besucht. Im Tibertal entlang durch Umbrien genoß die Gruppe die herrliche Fahrt nach Orvieto. Dort fuhren wir mit der Standseilbahn hinauf auf den Felsen, auf dem die Altstadt liegt. Herausragende Sehenswürdigkeit ist der gotische Dom,
aber auch die restliche Stadt mit ihren mittelalterlichen Palästen und kleinen Plätzen bietet was fürs Auge.
Ein super Ausflug.
Trotzdem beeilte sich die Gruppe, wieder nach Hause zu kommen, denn der Diskobesuch in Perugia hatte den Mädchen so gut gefallen, dass man die Lehrer bestürmt und auch überredet hatte, nochmals dorthin zu fahren. Weil aber alle doch so brav gewesen waren, allen voran die Lehrer, konnte dies riskiert werden und so geschah es auch. Dieses Mal wars noch besser, denn mit leuchtenden Augen erzählten die Mädchen von blauglitzernden Räumen einer Supernobeldisko, in die sie nur Dank der Fürsprache eines angeblichen Maffiosi hineingekommen waren, wobei dieses Mal die Steffi nicht wieder am Tisch einschlief und die Anna Gott sei Dank ihren Dottore auch nicht wieder sah! Der Abend also war super!
Pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt waren alle da, wobei die letzten Zwei so schnell rannten, dass die Eine beinahe ihre Schuhe verloren hätte, aber alle kamen rechtzeitig!
Der letzte Tag in Umbrien wurde offiziell wieder später begonnen, damit auch alle ausschlafen konnten. Die letzte Station, Cortona, wurde besucht.
Dieses ehemalige Etruskerstädtchen liegt auf einem Hügel, so dass ein toller Ausblick über das Chianatal geboten wird.
Nach der Rückkehr wurden die Appartements aufgeräumt, und die Studienfahrt wurde mit einem gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria am Ufer des Trasimener Sees abgeschlossen.
Um 8.30 Uhr am Samstag machte sich die Gruppe, ein wenig wehmütig, auf die Heimreise. Ohne Stau, fast viel zu schnell, war man gegen 17.15 Uhr wieder daheim angelangt.
Es war eine super tolle Studienfahrt, alle waren brav gewesen, nie hatte es Verdruss oder Schwierigkeiten gegeben, und selbst als die Mädchen am zweiten Abend ein wenig über die Stränge geschlagen hatten, war doch alles nach wenigen mahnenden Worten wieder in Ordnung.
Eine super Klasse, eine super Fahrt!!!
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